Mit diesem Tanz- und Objekttheater hatten meine Kids und ich den perfekten Abschluss für das Jahr 2025.
Ein perfekter Ausklang mit wundervollem Kinderlachen im Publikum, traumhaftem Bühnenbild, toller Musik, eindrucksvollen Tanzelementen und bemerkenswertem, non-verbalem Schauspiel.
Wie man ohne Sprache ganz viel erzählen kann
Starten wir mal mit dem Bühnenbild: leicht durchsichtige, weiße Vorhänge, ein Hintergrund in Punschkrapferlrosa und königsblaue Elemente. Hinter einem der Vorhänge spielt jemand liebliche Töne auf der Harfe. Der Vorhang hebt sich und es zeigt eine Frau mit einem blauen, verspielten Outfit, die passend zur Musik summt. Durch die Vorhänge blicken hier und da tanzende Hände und Füße heraus und die Harfenistin (eine begnadete Sängerin) kommentiert akustisch alle Bewegungen und verleiht ihnen so Sprache und Persönlichkeit. Sie schafft es, allen Bewegungen adäquate Geräusche zuzuordnen und begeistert das Publikum mit ihrer Vielseitigkeit und ihrem Multitasking.
Es gibt auch einen glamourösen Prinz in breiten Hosen, der nicht nur tanzt, sondern auch als Tenor und Cellist für strahlende Kinderaugen sorgt. Doch der eigentliche geheime Star des Ganzen ist ein pinker Flauschball. Anfangs handlich und klein mit dabei, später dann ganz groß.
Immer wieder werden humorvolle Elemente geschaffen. Indem eine Querflötistin das Duett der Gesangstalente unterbricht und der Prinz sich mit der Flötistin ein Such- und Fangspiel gibt. Oder auch wenn der inzwischen riesengroße Ball und die Tänzerin eine kämpferische und amüsante Tanzperformance darbieten. Das Eindrucksvolle ist, dass das gesamte Stück ohne Worte auskommt und lediglich mit Tönen und Lauten oder Gesang ausgeschmückt wird.

Ein humorvolles Miteinander mit ganz viel Wow
Alle vier Darsteller*:innen interagieren auf unterschiedlicher Art miteinander, egal ob tanzend, musikalisch oder mit Lauten. Im Publikum hörte man immer wieder ein begeistertes „WOW“. Zum Beispiel, als ein Schmetterling geflogen kommt, mit kleinen Reifen gespielt wird oder Tanzeinlagen zum Staunen bringen.
Auch wunderschöne Musik mit Cello, Harfe, Querflöte oder Kastagnetten werden eingesetzt. Das Schauspiel von Prinz und Riesenknäuel ist besonders brillant: Sie können wortlos und mit viel Körpersprache dem Publikum genauestens vermitteln, wie sie sich gerade fühlen und denken. Dieses Pantomimenspiel ist unfassbar unterhaltsam und hat für Groß und Klein für große Begeisterung gesorgt.
Fazit
Es ist mein großes Highlight 2025! Dieses Stück hat mich total geflashed, weil ich einfach nicht sagen kann, was mir am besten gefallen hat. Es hatte von allem etwas: Tanz, Musik, Performance und Schauspiel.
Ich erlebe es selten, dass alle Kinder im Raum (besonders ab 2 Jahren!) eine Stunde so konzentriert und fasziniert dabei bleiben, ohne sich zu langweilen. Ich habe jede Minute davon genossen (auch meine Kleinen waren total begeistert) und ich würde jedem*r empfehlen, es anzuschauen. Es ist ein wahres Vergnügen!
2–6 Jahre, Dauer 50 Minuten, Ohne Sprache
Themen: Barock, Musikspielplatz, Interaktion
Eine Koproduktion mit dem Konzert-Büro Varaždin / Baroque Evenings Festival + Kliker Festival.
Das Stück wird wieder vom 28. April bis zum 02. Mai im Dschungel Wien aufgeführt.
Weitere Infos zur Inszenierung und die Tickets findet ihr hier.


