XMAS-Countdown: Der knisternde Adventskalender! ** Teil 3

It’s official: Der Dezember ist da und mit ihm die Vorweihnachtszeit! Und weil wir in der Redaktion alle riesige Weihnachtsfans sind, haben wir einen knisternden Adventskalender für euch zusammengestellt. Euch erwarten Serientipps, Kabarett-Empfehlungen, Lieblingsbücher und noch viel mehr – als Countdown zu Weihnachten oder einfach zum Runterkommen vom Alltagsstress.

Tür 15: Bücher, die ich nicht beenden konnte

Von Patricia Kornfeld

Manchmal passts einfach nicht. Auch zwischen Buch und Leser*in springt nicht immer der Funke über. Bei mir war das bei diesen Büchern der Fall.

Mein kleines Prachttier – Marieke Lucas Rijneveld

Die Story fühlt sich an wie ein schwerer Kloß im Hals. Ein Tierarzt verliebt sich in die 14-jährige Tochter des Bauern, für den er arbeitet. Und dann wird es mir zu detailliert. Das Ekelgefühl war beim Lesen einfach zu groß. Ich hab das Buch zurück ins Regal gestellt und bis heute nicht mehr angerührt.

Die Abenteuer des Joel Spazierer – Michael Köhlmeier

Irgendwie sehr lang und komplex: Nach etwa einem Drittel der insgesamt 656 Seiten war meine Energie futsch und meine Neugier an der weiteren Handlung wohl nicht groß genug. Bis zum spannenden Teil hab ich es wahrscheinlich gar nicht geschafft, vielleicht ja beim nächsten Versuch.

The German Girl – Ulrike Sterblich

Warum ich diesen Roman abgebrochen habe, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Die Geschichte war eigentlich ganz nett, plätscherte so dahin. Und hätte sicher noch an Fahrt aufgenommen, wenn ich es denn so weit geschafft hätte. Vielleicht war ich damals aber auch einfach nicht in der richtigen Stimmung.

Tür 16: Happy Birthday, Jane Austen!

Von Patricia Kornfeld

Am 16.12.2025 feiern wir den 250. Geburtstag der britischen Autorin. Für diese Werke ist Jane Austen bis heute bekannt.

Sense and Sensibility

Jane Austens Romandebüt “Sense and Sensibility”, auf Deutsch “Vernunft und Gefühl”, erschien im Jahr 1811. Er handelt von den beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die unterschiedlicher nicht sein könnten… Vor allem in der Liebe.

Pride and Prejudice

Das wohl beliebteste Werk “Pride and Prejudice” (dt.: “Stolz und Vorurteil”) aus dem Jahr 1813 erzählt von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy – zwei Menschen, die sich allem Anschein nach alles andere als sympathisch sind, in Wirklichkeit aber große Zuneigung füreinander empfinden. Nach und nach bröckelt die Fassade.

Mansfield Park

Jane Austens dritter Roman “Mansfield Park” aus 1814 erzählt von der armen Fanny Price, die bei ihrem reichen Onkel und dessen Familie aufwächst. Dort fühlt sie sich nie so richtig willkommen. Zu oft werden ihr die Unterschiede zwischen ihr und den Cousinen vor Augen geführt. Irgendwann mischt sich auch noch die Liebe ein.

Emma

Im Fokus des 1815 erschienenen Romans “Emma” steht die wohlhabende Emma Woodhouse, die sich gerne in die Partnerwahl anderer Menschen einmischt. Allerdings fehlt ihr das Gespür dafür, wer gut zusammen passen könnte. Im Laufe der Geschichte findet Emma ihren Platz in der Gesellschaft.

Northanger Abbey

Der 1817 erschienene Roman “Die Abtei von Northanger” (engl. “Northanger Abbey” folgt der 17-jährigen Catherine, die sich in den Geistlichen Henry Tilney verliebt. Sie freundet sich mit seiner Schwester an und wird auf das Familienanwesen eingeladen. Alles ist im grünen Bereich, gäbe es da nicht diese eine Intrige, die fast alles zerstört.

Anne Elliot

“Anne Elliot” – auf Englisch “Persuasion” (dt.: Überredung”) heißt der Roman, der 1818 nach Austens Tod veröffentlicht wurde. Darin geht es um Anne, die sich von ihrer Familie dazu überreden ließ, den Heiratsantrag ihrer großen Liebe – des mittellosen Fredericks – abzulehnen. Irgendwann begegnen sich die beiden erneut.

Graphic Novel über Jane Austen

Anlässlich ihres 250. Geburtstages am 16. Dezember 2025 gibt es nun ein neues Graphic Novel über Jane Austen. Darin wird die Schriftstellerin selbst zur Hauptfigur.

Jane Austen, Ihr Leben als Graphic Novel, Janine Barchas, Penguin 2025, 26,50€

Tür 17: Die besten trashy Weihnachtsfilme

Von Manon Soukup

Guilty Pleasure all the way! Wir alle lieben sie und würden es selten öffentlich zugeben: Trashy Weihnachtsfilme, die einfach nur absurd, kitschig und oberflächlich sind und zwischen iconic und schlecht schwanken. Hier ist meine (getestete) Liste für die Vorweihnachtszeit. Oder, ehrlicherweise, für jeden Tag, der ein bisschen leichter werden soll. 

Iconic: Die Holy-Christmas-Trinity

A Christmas Prince-Trilogie: Eine Journalistin wird zur Prinzessin. Sind wir uns ehrlich, das ist doch unser Lebens-Ziel! Oder?

  • A Christmas Prince, 2017
  • The Royal Wedding, 2018
  • The Royal Baby, 2019

Prinzessinnentausch-Trilogie: Vanessa Hudgens. Doppelt und dreifach. Muss ich wirklich mehr dazu sagen? 

  • Prinzessinnentausch, 2018
  • Prinzessinnentausch: Wieder vertauscht, 2020
  • Prinzessinnentausch: Auf der Jagd nach dem Stern, 2021

Kitsch pur – mit ein bisschen Handlung

Diese neun Filme sind immer eine Freude zum Anschauen. Von Sex and the City-Star Kristin Davis (Charlotte York, was machst du in der Wildnis??), über US-Army-Missionen bis zu einem magischen Kalender oder Ritter: Hier ist alles dabei. Außerdem haben diese Filme noch genug Handlung, um sogar als Date-Night-Movies durchzugehen (für euch privat getestet). 

Von “Best” zu “Worst” sortiert:

  1. The Holiday Calendar, 2018 (mit Kat Graham)
  2. The Knight before Christmas, 2019 (mit Vanessa Hudgens)
  3. A California Christmas, 2020
  4. A Californica Christmas: City Lights, 2021
  5. Die Weihnachtskarte, 2017
  6. Alles Gute kommt von oben, 2020 (mit Kat Graham)
  7. Meet me next Christmas, 2024
  8. Weihnachten in der Wildnis, 2019 (mit Kristin Davis)
  9. The Royal Treatment, 2022

So Trashy, dass es wieder gut ist

Es gibt Filme, die so schlecht sind, dass sie genau deswegen jedes Jahr auf der Watchlist landen. Diese acht Filme sind die perfekten “Ich will neben dem Putzen etwas schauen”-Kandidaten und absurd genug, um im Gedächtnis zu bleiben.

Von “Best” zu “Worst” sortiert:

  1. Falling for Christmas, 2022 (mit Lindsay Lohan)
  2. Hot Frosty, 2024
  3. Das perfekte Weihnachtsdinner, 2022
  4. A Paris Christmas Waltz, 2023
  5. Renovation Romance, 2024
  6. A Royal Date for Christmas, 2023
  7. Angel Falls Christmas, 2021
  8. A Cinderella Christmas Ball, 2024

Tür 18: Irma Vep und Les Vampires – Louis Feuillades ** Musidora: die Femme Fatale des frühen Films

Von Charline Köck

Für die Tür 18 des Adventskalenders gibt es hier eine kleine Reise in die Vergangenheit. Ein Schatz für alle Krimi- und Stummfilm-Fans.

Die Stummfilm-Serie “Les Vampires” (1915-16) entführt uns ins Paris der 1910er Jahre, wo die geheimnisvolle Verbrecherbande “Les Vampires” und die ikonische Irma Vep (Musidora) für Spannung, Intrigen und Abenteuer sorgen. Es gibt nicht nur eine subversive starke weibliche Hauptrolle – Musidora als Irma Vep – sondern macht auch noch heute Lust zu schauen. Ein Grund, warum die Serie auch zu meinen Lieblings-Stummfilmen gehört.

Verbrecher, Hypnose und Irma Vep

Louis Feuillades zehnteilige Stummfilmserie “Les Vampires” gilt als Meilenstein der frühen Filmgeschichte und als eines der einflussreichsten Werke des französischen Serienkinos. Die Serie erzählt die Geschichte einer geheimnisvollen Verbrecherorganisation, “Les Vampires”, die Paris unsicher macht. 

Die Bande ist spezialisiert auf Diebstähle, Betrug und auch Hypnose. Sie versuchen, geheime Dokumente zu stehlen, Juwelen zu rauben und ihre Macht in Paris auszubauen. Und es gibt natürlich auch einen vermeintlichen Helden: Den Journalisten Philippe Guérande, der versucht, die kriminellen Machenschaften der Bande aufzudecken

Immer wieder geraten Guérande und seine Verbündeten in Lebensgefahr: Er wird gefangen genommen, entkommt knapp und muss sich gegen Rivalen wie den Gangster Moreno und später den Gift- und Bombenspezialisten Venomous behaupten.

Ikonische Femme Fatale

Im Zentrum aber steht die Figur Irma Vep, verkörpert von Musidora, die zum eigentlichen ikonischen Bild der Serie wurde. Irma Vep – ihr Name ist ein Anagramm von vampire – ist eine verführerische und moderne femme fatale. Als führende Akteurin der Verbrecherbande „Les Vampires“ wechselt sie Identitäten und Kostüme im Minutentakt: Dienstmädchen, Telefonistin, Bankangestellte, sogar der Sohn eines Grafen. Ihre Verwandlungen sind eine Mischung aus Komik, Spannung und Unheimlichkeit. 

Sie ist außerdem nicht nur Verwandlungskünstlerin, sondern auch sehr akrobatisch unterwegs. Sie infiltriert Häuser, täuscht ihre Gegner und entkommt mehrfach knapp der Gefangenschaft. Auch mystische und absurde Momente, wie große Bälle, Hypnose oder dramatische Attentate, macht die Serie spannend.

Spannend, bis heute

Les Vampires ist eine echt aufgeladene Stummfilm-Serie, bei der man heute noch mitfiebern kann. Die Serie punktet mit einem starken Storytelling und vielschichtigen Charakteren. Die zahlreichen Nebengeschichten machen die Figuren lebendig, auch wenn man anfangs leicht den Überblick über die vielen Rollen verlieren kann. Besonders Irma Vep stiehlt mit ihren Verwandlungen und stylischen Kostümen in jeder Szene allen die Show und verleiht der Serie eine geheimnisvolle, fast magische Atmosphäre. Elemente wie Hypnose, Gift und heimtückische Pläne sorgen für Nervenkitzel, während kleine humorvolle Szenen immer wieder für Lacher sorgen.

Manche Szenen wirken in ihrer Absurdität fast surreal, andere wie etwa die Anspielungen auf den Ku-Klux-Klan spiegeln die gesellschaftlichen Ängste und Vorurteile der Zeit wider. Die Serie ist lang, aber genau das macht sie zu einem kleinen Abenteuer: absurd, mystisch und modern.

Feuillade, Musidora und der Surrealismus

Feuillade hat in der Serie kriminalistische Handlungselemente mit mystischen Momenten, Komik und einer rebellischen Ästhetik verbunden. Charakteristisch für seine Filme sind lange Totalen und ein natürliches Schauspiel seiner Darsteller*innen. Feuillades Bilder wirken leicht und modern – zugleich aber durchzogen von den Ängsten einer Epoche, die Globalisierung, technische Modernisierung und Kriegserfahrungen gleichzeitig erlebte. 

Die Figur der Irma Vep sorgte für Faszination: Sie war der Konflikt zwischen gesellschaftlicher Norm und Fantasie. Vor allem waren die Surrealisten der 1920er Jahre fasziniert von ihr. Sie sahen in ihr das Unbewusste, das Begehrliche und das Rebellische. Auch die zeitgenössische Presse und Briefe von Frontsoldaten zeigen, wie stark die Figur erotisch aufgeladen wurde. Die Serie geriet aber wegen der Darstellung der Polizei in Konflikt mit Behörden, wobei Musidora erfolgreich gegen ein Aufführungsverbot eingegriffen hat.

Irma Veps kulturelle Nachwirkung reicht auch weit über die Stummfilmzeit hinaus. Olivier Assayas’ Film Irma Vep (1996) machte dies ausdrücklich sichtbar. Auch 2022 ist eine gleichnamige Serie von Olivier Assayas erschienen. Irma Vep steht damit bis heute für die Ambivalenz des frühen Kinos: zwischen Realität und Traum, Ordnung und Verbrechen, Erotik und Gefahr. 

Die Stummfilm-Serie gibt’s gratis auf YouTube.

Tür 19: Lieblingsbücher aus meiner Kindheit

Von Julia Gaiswinkler

Schon bevor ich lesen konnte, war die Literatur ein Teil meines Alltags. Jeden Abend, vor dem Schlafengehen, habe ich meinen Vater angefleht, er möge mir noch etwas vorlesen. Und jeden Abend aufs Neue hat er genau das getan. Und weil wir zwar viele Bücher hatten, ich aber einige wenige über alles geliebt habe, hat er immer wieder diese Geschichten zum Besten gegeben. Stimmenimitation inklusive.

Zilly, die Zauberin – Valerie Thomas und Korky Paul

Diese Zauberin hat es in sich. Sie ist ein bisschen verrückt und ganz schön chaotisch. Aber die lebendigen Illustrationen und kurzweiligen Geschichten haben mich sehr begeistert.

Bauer Bolle – Steve Smallman

Hach, wie ich den schusseligen Bauern doch geliebt habe. Ständig geht auf diesem Bauernhof etwas schief. Der Bauer, erfinderisch wie er ist, versucht sich an den Lösungen,  während die Tiere nur Pfoten, Tatzen, Hufe und Beine über dem Kopf zusammenschlagen. Herrlich lustige und leichte Geschichten zum Vor- und Erstlesen.

Lauras Stern – Klaus Baumgart

Lauras Stern war so beliebt bei mir, dass ich sie sogar als Hörspiel auf und ab gehört habe – auf Kassette! Wie sehr ich mir doch auch einen eigenen Stern gewünscht habe!

Die Klassiker

“Das kleine Ich bin Ich”, “Der Regenbogenfisch” und “Der Struwwelpeter” haben genauso zu meiner Kindheit gehört wie “Das Dschungelbuch” und ”Winnie Puuh”. Besonders der Struwwelpeter hat mich nachhaltig beschäftigt. Ein Typ kommt random rein und schneidet dir die Daumen ab? Na gut!

Später dann

Als ich dann schon selbst lesen konnte, waren Thomas Brezinas “Knickerbockerbande” und die Asterix-Comics ganz hoch im Kurs. Und “Warrior Cats” natürlich, keine Kinderbuchliste ohne Warrior Cats. Sehr zum Leidwesen der Geldbörse meiner Eltern. Aber was tut man nicht alles, damit der Nachwuchs schön brav liest.

Tür 20: Der Report der Magd – Margaret Atwood ** Reale Fiktion, reale Dystopie

Von Charline Köck

Wie relevant kann ein Roman von 1985 für aktuelle politische Szenerien sein? Gibt es Parallelen zur Gegenwart?

In unserem knisternden Adventskalender blicken wir auf Empfehlungen, Meinungen uvm., die nicht nur wärmen, sondern auch wachhalten. “Der Report der Magd” (Serie) ist eine davon: Eine düstere Zukunftsvision, die erschreckend viel über unsere politische Gegenwart erzählt.

Worum geht’s?

Mit “Der Report der Magd” gelingt eine der eindringlichsten Serienadaptionen der letzten Jahre. Basierend auf Margaret Atwoods Roman aus 1985 entwirft die Serie ein totalitäres, christlich-fundamentalistisches Zukunftsszenario, in dem Umweltkatastrophen und Unfruchtbarkeit als Legitimation für ein radikal patriarchales Herrschaftssystem dienen. 

Der neu gegründete Staat Gilead entreißt Frauen systematisch ihre Rechte, ihre Körper und ihre Identität. Sie werden zu funktionalen Bestandteilen einer gewaltvollen Ordnung. Im Zentrum steht June Osborne, die nach der Machtübernahme der „Sons of Jakob“ als Magd in den Haushalt eines Kommandanten gezwungen wird. Mit dem Namen Offred, „von Fred“, wird sie ihres früheren Selbst beraubt. 

Doch gerade in den Rückblenden auf ihr Leben vor Gilead zeigt die Serie, wie Erinnerung, Reflexion und innere Distanz zu politischen Akten des Widerstands werden. Junes Identität bleibt fragmentiert, widersprüchlich und nie vollständig kontrollierbar – ein leiser, aber beharrlicher Gegenentwurf zur totalen Vereinnahmung. 

Mehr Warnung als Fiktion

Besonders eindringlich ist die Darstellung biopolitischer Macht: Reproduktion wird staatlich reguliert, weibliche Körper werden funktionalisiert und Abweichungen von heteronormativen Lebensweisen brutal sanktioniert. Die farbcodierten Uniformen der Frauen verweisen dabei auf eine Gesellschaft, in der Differenz nicht Vielfalt bedeutet, sondern Hierarchie. 

“Der Report der Magd” zeigt, wie Identität politisch geformt, eingeschränkt und normiert wird – und wie fragil die Grenze zwischen demokratischem Rechtsstaat und autoritärem Kontrollregime sein kann.

Beklemmend aktuell

Gerade im Kontext aktueller Debatten um reproduktive Rechte und den globalen Rechtsruck entfaltet die Serie ihre beklemmende Aktualität. “Der Report der Magd“ ist damit nicht nur ein ästhetisch eindrucksvolles Buch- und Serienerlebnis, sondern ein kultureller Kommentar zur Gegenwart.

Es ist eine Warnung, wie schnell erkämpfte Rechte wieder in Gefahr geraten können. Die Serie stellt unbequeme Fragen nach Selbstbestimmung, Anpassung und Widerstand. Ein Serientipp, der lange nachhallt und weit über das Genre der Dystopie hinausgeht.

“Der Report der Magd” kann auf Amazon Prime gestreamt werden.

Tür 21: Last Minute Weihnachtsgeschenke, but make it artsy

Von Manon Soukup

3 Tage vor Weihnachten kommt der Stress auf: Was schenke ich Menschen, die alles haben? Da ich immer wieder sehr random Dinge verschenke, über die sich die Leute in meinem Umfeld freuen, gibt’s hier ein bisschen Inspiration für die Last-Minute-Weihnachtseinkäufe.

Unter 10 Euro

Eine personalisierte Tasse für alle Tee- und Kaffee-Junkies in eurem Umfeld. Wer es zeitlich nicht zum Keramik-Bemalen (z.B. bei “paintyourstyle”) schafft, kann sich passende Sets auch anderweitig (z.B. beim Flying Tiger) besorgen. 

Wenn wir schon beim Selbstmachen sind: Bemalte Kerzen, entweder als DIY-Set oder als selbstgemachtes Geschenk. Sie sind entweder so schön, dass man sie niemals anzünden wird – oder so, dass man sich freut, wenn sie runtergebrannt sind. 

Filmabend-Set mit heißer Schokolade & Popcorn: Inspiriert von Flying Tiger, aber etwas, was man super easy nachmachen kann. Einfach die Lieblings-Snacks und Getränke gemeinsam mit einer DVD in eine Box und fertig! 

Wer viele Serien schaut oder 100 Bücher im Jahr verschlingt, ist sicher glücklich mit der Möglichkeit, das Erlebte aufzuschreiben. Also warum Journaling mal nicht zur Selbstoptimierung, sondern für die Gefühle nach dem fetzigen Fantasy-Wälzer nutzen? Dafür gibt’s inzwischen sogar Vorlagen, wie das Book-Journal oder TV Series-Journal von Flying Tiger. 

Manche Bücher lösen ziemlich viele feelings aus. Diese sind in einem hübschen Journal gut aufgehoben. (c) Jess Bailey/Unsplash

Unter 20 Euro

Für alle, die ihre YouTube-Videos am Klo schauen und dabei ihre Rückenhaltung verbessern wollen: Ein Smartphone Projektor. (Ja, das ist ein sehr spezifischer Need.)

3D-Kalender zum Abreißen halten bei mir nie das ganze Jahr, sondern werden meist viel zu schnell auseinandergenommen. Umso besser, dass es verschiedene Designs gibt. Und, dass es Knock-Offs der nostalgischen Buchreihen gibt, wo das Geld nicht in dubiose Anti-Trans-Funds fließt.

Ich habe Leseknochen nie verstanden. Auf der anderen Seite verbringe ich Stunden in den verrücktesten Sitz- und Liegepositionen, während ich in meinen Büchern versinke. Also eigentlich ein super Geschenk für eure Bücherwürmer im Umfeld. 

Unter 30 Euro

Sie sind super viel Arbeit und definitiv nur etwas für Menschen mit einer ruhigen Hand. Oder alle, die früher Miniaturfiguren bemalt haben (Stichwort: Warhammer). BookNooks haben nicht nur Pinterest, sondern auch Buchhandlungen erobert. Sie sind eine super süße Deko fürs eigene Bücherregal – wenn man sie einmal fertig bekommt. Inzwischen gibt es sie in verschiedenen Preisklassen, unter anderem bei Thalia, Action und Co. 

Brettspiel, aber let’s make it artsy: Bei “Art Gallery” kämpft man um die berühmtesten Gemälde der Welt. Wer etwas sucht, das man auch alleine spielen kann, um gegen die Screentime zu kämpfen: “Dorfromantik” ist super entspannend und gleichzeitig super schön gemacht. 

Ganz nach dem Motto “Setting the mood”: Eine Buchlampe (literally) leuchtet nicht nur schön, sie passt auch super als Deko ins Regal und ist definitiv ein Eyecatcher.

Ab 50 Euro

Seid ihr auch so neugierig, wie andere Menschen wohnen? Wenn ich am Heimweg bin, liebe ich es, Bücherregale, Holz-Decken und die verschiedensten Lampen und Dekorationen durchs Fenster zu sehen. “Wie Wien wohnt” zeigt auf Instagram die verschiedensten Wohnungen Wiens im Detail – und bringt jetzt auch noch ein Buch heraus.

Über das Crowdfunding kann man sich nicht nur selbst eine Ausgabe checken, sondern auch ein Buch verschenken. Beim Crowdfunding bekommt man auf Wunsch eine digitale Geschenkkarte zum Weitergeben. Sobald das Buch in Druck geht, wird es frisch aus der Druckerei an die beschenkte Person verschickt. 

Ich verbringe unfassbar gerne Zeit in Museen, auch wenn es nur für eine halbe Stunde ist. Und weil ich mich bei einem Tagesticket immer gezwungen fühle, mir jedes einzelne Bild anzuschauen und mindestens vier Stunden dort zu verbringen, war ich ewig nicht mehr im Museum. Deshalb ist die Bundesmuseencard wohl das größte Achievement der österreichischen Museenszene. Denn für 99,- kann man unbegrenzt oft in alle Standorte der Bundesmuseen sowie der Nationalbibliothek. Das inkludiert in Wien zum Beispiel die Albertina, das Kunsthistorische Museum und das mumok. Meiner Meinung nach ein Gamechanger, denn ich erspare mir die zig Einzel-Jahreskarten und kann auch ins Museum, wenn ich zufällig in der Nähe bin und Zeit absitzen “muss” bis zum nächsten Termin.

Einen Abstecher ins Museum – so oft man will! (c) Andrew Neel/Unsplash

Ab 100 Euro

Ein Bücherabo macht die Leseliste zwar größer, bringt aber auch einige Überraschungen mit sich. Die Buchhandlung List bietet personalisierte Bücherabos, die auf den Lesegeschmack angepasst werden und regelmäßig das Buch-Herz höher schlagen lassen. Gibt’s als Jahresabonnement (320,- + Versand) oder Halbjahresabo bzw. jeden zweiten Montag (160,- + Versand). 

Wer gern ins Kino geht, wird mit dem nonstop-Kinoabo eine Freude haben. Ein monatlicher Beitrag von 24,-, aber dafür so oft wie man will ins Kino – mit nur wenigen Ausnahmen. Alle Infos zu teilnehmenden Kinos und dem Programm gibt’s hier, das Abo kann auch als Gutschein verschenkt werden.

Für alle, denen die Hände jucken, weil sie endlich etwas “tun” möchten und nicht nur vorm Laptop oder daheim sitzen wollen: Es gibt super viele DIY-Workshops in Wien, zu den verschiedensten Themen. Mit getrockneten Blumen einen Kranz basteln bei WeAreFlowergirls, neue Schmuckstücke herstellen bei Calíor, mit Wax-Carving Silberschmuck herstellen bei Lara Wu – oder wie man es schon so oft auf TikTok gesehen hat, einfach mal Farbe auf eine Leinwand werfen bei den ActionPainters? Alles dabei, je nach Budget.

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