So laufen die Proben beim ESC ab ** United By Rehearsals

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1 Bühne. Über 160 Millionen Zuseher*innen und nur 55 Minuten Probezeit: Stell dir vor, du trittst auf der größten Bühne der Welt auf und hast nur 55 Minuten um zu proben. So geht es tatsächlich den Kandidat*innen des Eurovision Song Contests.

Nachdem Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Buzzer gedrückt und somit die Bühne offiziell eingeweiht hat, geht es jetzt ans Proben in der Stadthalle. Und der Blick auf den Probenplan zeigt: Viel Zeit hat man dafür nicht.

Der Ablauf

In der Woche vor dem ESC absolvieren alle Länder genau zwei Probendurchläufe. Ja, richtig gelesen: nur zwei. Und diese sind streng durchgetaktet. In der ersten Runde stehen jedem Act 30 Minuten zur Verfügung, in der zweiten nur noch 25 Minuten. Gehört ein Land zu den „Big Five“ oder ist Gastgeberland, wie in diesem Fall Österreich, bleiben sogar jeweils nur 25 Minuten. Danach muss alles sitzen. Denn in der dritten Probenphase wird bereits unter realistischen Bedingungen geprobt: in voller Länge und teilweise schon vor Publikum.

Damit das Ganze greifbarer wird, ein Beispiel: Moldau hat seine erste Probe am Samstag, den 2. Mai, von 10.30 bis 11.00 Uhr. Die zweite folgt am Mittwoch, den 6. Mai, von 10.30 bis 10.55 Uhr. Anschließend geht es am Montag, dem 11. Mai, weiter mit der Presseprobe (15.30–18.30 Uhr) und der Juryprobe (21.00–23.15 Uhr). Am Dienstag steht dann die Familienprobe von 15.00 bis 17.30 Uhr an, bevor um 21.00 Uhr das erste Halbfinale live über die Bühne geht. 

Die Stand-ins

55 Minuten Gesamtprobezeit wirken zunächst ziemlich knapp und das sind sie auch. Schließlich müssen in dieser Zeit Kameraführung, Licht, Ton und Performance perfekt abgestimmt werden. Hier kommen die sogenannten Stand-ins ins Spiel: junge Musiker*innen oder Studierende aus der Gastgeberstadt, die als Doubles für die Acts einspringen. Sie proben die Auftritte im Vorfeld genau so, wie sie später auf der Bühne umgesetzt werden sollen. Damit unterstützen sie das Technik-, Licht- und Kamerateam dabei, alle Abläufe optimal vorzubereiten.

Die Delegationen liefern dafür im Voraus ein detailliertes Showkonzept, inklusive Choreografie, visueller Effekte und Requisiten. Dieses wird mit den Stand-ins umgesetzt, gefilmt und anschließend an die jeweiligen Teams zurückgespielt. So können noch rechtzeitig Anpassungen vorgenommen werden, bevor die eigentlichen Künstler*innen auf der Bühne stehen.

Fun Fact: Kaleen, Österreichs ESC-Kandidatin von 2024, war selbst einmal Stand-in, bevor sie schließlich ihr Land auf der großen Bühne vertreten hat.

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