Die Vorfreude auf dieses Buch war groß. Die Trauer danach umso größer.
Der Titel von “Papa weg. Mama müde. Ich laut.” verrät eigentlich schon vieles von dem, was uns erwartet. Parshad Esmaeili nimmt uns mit auf ihre Reise durchs Leben und lässt uns daran teilhaben, wie es ist, eine einsame Kindheit zu erleben, obwohl beide Elternteile existieren.
Sie erzählt davon, wie man mit den Traumata der eigenen Familiengeschichte umgeht, wie es ist, als Papa-Kind ohne Papa aufzuwachsen und später zu erkennen, dass die eigene Mutter immer 150 % für einen gegeben hat.
Mein Fazit
Dieses Buch fühlt sich an wie eine Achterbahnfahrt. Mal lachst du, mal spürst du eine unglaubliche Leere und Traurigkeit. Parshad erzählt keine einzigartige Geschichte; sie erzählt die Geschichte vieler: vieler alleinerziehender Mütter, vieler Kinder, die ohne Vater aufwachsen, vieler Menschen, die alleine großgezogen wurden, und vieler Menschen der Diaspora.
Und genau deshalb ist diese Geschichte so wichtig. Gerade wenn man sich nicht oder nur teilweise darin wiederfindet, lohnt es sich, solche Geschichten zu lesen und den Menschen zuzuhören, die sie erzählen.


