3 Dinge, die ich über die Wiener Festwochen gelernt habe ** Eröffnung Wiener Festwochen – Heldenplatz 

Blogheader Eröffnung Wiener Festwochen 2026, Lara Hulo (c) Tim Dornaus

Die Eröffnung der Wiener Festwochen war schnell, viel und für Leute, die noch nie da waren: überraschend gut besucht.

Ich starte mit einem Statement: Ich kannte die Wiener Festwochen nicht. Ja, ich bin auch nicht aus Wien, aber schon aus Österreich. Ich dachte, es handle sich bei den Wiener Festwochen um eine Nische. Dementsprechend war ich sehr überrascht, als ich am Freitag, den 22. Mai mich zum Wiener Heldenplatz begab und realisierte: der ORF ist da, eine große Bühne und viele viele Menschen. Hier sind also drei Dinge, die ich bei der Eröffnungsfeier über die Wiener Festwochen gelernt habe.

Nummer 1: Mozart, nimm dich in Acht vor Milo Rau!

Bei den Wiener Festwochen handelt es sich nicht um eine Nische. Anscheinend sei der Bekanntheitsgrad international mit Mozart zu vergleichen? Dies behauptet zumindest Milo Rau (der aktuelle Intendant der Wiener Festwochen). Ob man Wien jetzt gleichwertig mit Mozart UND den Wiener Festwochen assoziiert, sei dahingestellt. Es ist auf jeden Fall trotzdem bekannt. Sonst hätte nicht Patti Smith (?!) herself die Feier eröffnet mit 120.000 Menschen im Publikum.

Nummer 2: Nicht nur fürs altes Bildungsbürgertum

Es waren junge Menschen da. Und zwar viele! Ihr wisst schon: Die Leute, die eigentlich zu cool sind, um am Freitagabend einer ORF-Bühne zuzuschauen. Aber sie waren da. Und es waren viele. Habe ich schon gesagt, dass es viele waren?

Nummer 3: schnell, schneller am Schnellsten

Wie man Patti Smith zu den Wiener Festwochen gebracht hat, weiß ich nicht. Es waren aber noch viele mehr da. Ganz klassisch im Eröffnungsformat ging alles sehr schnell. Aufgetreten sind neben der Godmother of Punk noch gefühlt 100 weitere Leute. Es gab zum Beispiel den Schmusechor, der Rosalía gesungen hat, einen Mann, der den Leuten tief in die Augen schaute, Keynotes oder Musik mit russischer Rakete von drei ukrainischen Künstler*innen. Zeit zum Atmen gab es dabei wenig bis keine.

Mein Fazit: Fix wieder.

Kurze Ernsthaftigkeit: Mit einem gratis Angebot sinkt die Hemmschwelle. Und da kann man schon kurz sagen: Wien, das macht ihr gut!

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