Hier spielt die Musik! Klar, der ESC ist vorbei und das ist auch gut so – bisschen übersättigt waren wir da zum Schluss doch wieder. Aber Musik ist immer Aufmerksamkeit wert. Deshalb widmen wir uns diese Woche im Gefühlskino eben dieser.
1. Rocketman (2019, aktuell verfügbar auf Amazon Prime)
mit u.a. Taron Egerton, Richard Madden / Regie: Dexter Fletcher
Mehr Musical, als Lebenslauf und genau deshalb funktioniert’s. “Rocketman” ist keineswegs ein klassisches Biopic, vielmehr eine emotionale Achterbahnfahrt durch das Leben von Elton John. Eindrucksvoll nimmt uns Regisseur Dexter Fletcher mit auf eine kunterbunte und gleichermaßen emotionale Reise durch das musikalische Leben (und abseits davon) eines der größten Popkünstler unserer Zeit.
2. The Rise of the Red Hot Chili Peppers (2026, aktuell verfügbar auf Netflix)
mit u.a. Anthony Kiedis, Flea / Regie: Marc D’Agostino
Ganz andere Energie: Die Doku über die Red Hot Chili Peppers. Freundschaft, Abstürze, Comebacks – und eine Band, die das irgendwie alles überlebt hat. Der Zusammenhalt ist so berührend, da kann man schon mal ein Tränchen verdrücken. Jeder kennt die großen Hits der Band, aber was für Berg- und Talfahrten RHCP hinter sich haben, verstärkt nur einmal mehr das Gefühl, dass die Jungs echt Großes leisten.
3. Aline (2020, aktuell ab 3,99€ verfügbar auf Apple TV)
mit u.a. Valérie Lemercier, Sylvain Marcel / Regie: Valérie Lemercier
Aline ist wahrscheinlich das weirdeste Biopic und genau deshalb so gut. Inspiriert von Céline Dion, die ja für die Schweiz 1988 den ESC gewonnen hat, aber bewusst überzeichnet – fast schon surreal. Irgendwo zwischen Parodie und Hommage. Ein kleiner Fiebertraum, der man sich aber auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
4. Springsteen: Deliver Me from Nowhere (2025, aktuell verfügbar auf Disney+)
mit u.a. Jeremy Allen White, Odessa Young / Regie: Scott Cooper
Und dann mein Kinohighlight 2025: Springsteen: Deliver me from nowhere. Ich hätte nie gedacht, dass mich der Film so abholt, aber genau durch das Einfangen der Stille und der Einsamkeit hat sich der Film einen großen Platz in meinem Herzen reserviert. Und natürlich wegen Jeremy Allen White. Springsteen läuft seit dem auf jeden Fall immer noch rauf und runter.


