Warum zum Teufel gibt es ein ESC Kochbuch? ** United by Kulinarik

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Wenn die ESC-Liebe durch den Magen geht.

Dass der ORF so viel wie möglich aus dem heurigen ESC herausholen möchte, war zu erwarten. Doch die Ankündigung des offiziellen „Wien 2026 Eurovision Song Contest Kochbuchs“ sorgte bei vielen zunächst für einige Fragezeichen. Grund genug also, sich das Buch einmal genauer anzusehen.

Was man sich unter einem ESC-Kochbuch vorstellen kann

Zuallererst stellt sich die Frage: Was genau ist eigentlich ein Eurovision-Kochbuch? Handelt es sich einfach um eine Sammlung internationaler Rezepte? Und wenn ja, was hat das mit dem ESC zu tun und wodurch unterscheidet es sich von den zahlreichen internationalen Kochbüchern, die bereits auf dem Markt sind? Alles berechtigte Fragen.

Die Antwort: Ja, es handelt sich um internationale Rezepte, genauer gesagt um Gerichte aus den 35 Teilnehmerländern des heurigen ESC. Dabei wurde darauf geachtet, eine breite kulinarische Vielfalt abzubilden: von Frühstück über Hauptspeisen bis hin zu Desserts.

Interessant ist auch, dass bewusst nicht ausschließlich auf klassische Nationalgerichte gesetzt wurde. Auch wenn das Wiener Schnitzel natürlich nicht fehlen darf, wurde zum Beispiel für Griechenland auf Tomatokeftedes anstatt auf Moussaka und für Aserbaidschan auf Dovga anstatt auf Plow gesetzt. Ein Grund dafür war unter anderem, eine ausgewogene Mischung zu schaffen und nicht zu stark auf fleischlastige Gerichte zu setzen.

Von Fans für Fans

Neben den Rezepten enthält das Buch außerdem ESC-Fun-Facts zu den einzelnen Ländern. Genau dieser Aspekt hebt das Kochbuch von anderen internationalen Rezeptsammlungen ab, macht es aber gleichzeitig auch zu einem klaren Nischenprodukt.

Die Idee für das Kochbuch stammt vom ORF und wurde in Zusammenarbeit mit dem Brandstätter Verlag umgesetzt. Hierfür wurde die Autorin Manuela Tiefnig gewonnen. Wer meine ESC-Reise der letzten Monate hier auf kultur*knistern verfolgt hat, dürfte sie bereits kennen: Sie ist Mitglied der OGAE Austria, dem offiziellen Fanclub des ESC, und war auch meine erste Interviewpartnerin.

Es ist die überlegte Auswahl der Autorin, die ich dem ORF sehr hoch anrechne: Für dieses Projekt wurde bewusst jemand aus der Fan-Community eingebunden; eine Person, die den Eurovision Song Contest nicht nur kennt, sondern wirklich lebt und liebt und damit echte Expertise mitbringt.

Mein Fazit

Bleibt am Ende noch die Frage: Brauche ich dieses Kochbuch? Ich persönlich sehe es weniger als klassisches Kochbuch, sondern vielmehr als nischigen Eurovision-Fanartikel.

Wer also eine besondere Erinnerung an den ESC 2026 in Wien sucht, könnte hier fündig werden. Allen anderen würde ich empfehlen, einfach mal wieder die bereits vorhandenen Kochbücher hervorzuholen und dort nach internationalen Leckereien zu suchen 😉

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