Einen Fahrschein brauchte bei der Bimfahrt mit Cosmó niemand, den Tanzschein dafür umso mehr.
Damit Cosmó in seinen jungen Jahren nicht gleich komplett abhebt, hat man ihm vorher noch eine ganz typische Wiener Erfahrung mit auf den Weg gegeben: An einem fast hochsommerlichen Tag in einer völlig überfüllten und selbstverständlich unklimatisierten Bim über den Ring Richtung Stadthalle zu fahren.
WTF ist eigentlich ein Farewell?
Normalerweise bekommen unsere österreichischen Acts vor ihrer Abreise ins Gastgeberland des ESC eine sogenannte Farewell-Party – also eine offizielle Abschiedsveranstaltung. Oder besser gesagt: ein symbolisches Presseevent.
Eingeladen werden dabei vor allem Medienvertreter*innen, es gibt noch einmal Interviews, Fototermine und der Song wird ein letztes Mal live performt, bevor die große ESC-Reise beginnt. Für Kaleens Abschied wurde damals zum Beispiel das Le Méridien im 1. Bezirk gemietet.
Doch was macht man, wenn der ESC im eigenen Land stattfindet? Natürlich das einzig Logische: Man mietet eine Bim und lädt Medienvertreter*innen dazu ein, gemeinsam mit Cosmó vom Karlsplatz Richtung Stadthalle zu fahren.
Mit der Bim übern Ring
War das random? Auf jeden Fall. War es auch ein bisschen iconic? Vielleicht. War es aber vor allem heiß und komplett überfüllt? Absolut. Warum man sich ausgerechnet für eine Straßenbahn mit gelben Halterungen (also die unklimatisierten) entschieden hat, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht wollte man Cosmó aber einfach noch einmal eine authentische Wiener Erfahrung mitgeben, bevor er auf der größten Bühne der Welt performt.
Wie bei anderen Farewell-Partys war auch diese Straßenbahnfahrt eher symbolischer Natur. Natürlich sind wir nicht einfach direkt vom Karlsplatz zur Stadthalle gefahren, das hätte etwa 30 Minuten gedauert. Stattdessen ging es vom Karlsplatz einmal über den Ring Richtung Schwedenplatz und dann wieder retour zur Stadthalle.
Random Fragen für ein random Interview
Für ein kurzes Interview hat sich der angehende ESC-Kandidat natürlich auch Zeit genommen. Da Cosmó bereits bei einigen Shows mitgemacht hat, von The Voice Kids über Vienna Calling bis jetzt zum ESC, wollte ich von ihm wissen, ob sich die Gefühlslage vor solchen Auftritten verändert oder ob jede Bühne ähnlich nervenaufreibend ist. Seine Antwort:
„Ja, es fühlt sich jedes Mal anders an. Bei The Voice Kids war ich noch sehr nervös, bei Vienna Calling eher überrascht, dass es überhaupt geklappt hat. Und jetzt vor dem ESC fühle ich mich einfach fokussiert.“
Dem random Setting entsprechend musste natürlich auch noch eine random Frage her. Auf die Frage, welche Frage ihm bisher noch nie gestellt wurde, die er aber unbedingt einmal beantworten möchte, meinte er nach kurzem Überlegen:
„Gulasch oder Lángos … und ich nehm Gulasch.“
Bleibt nur zu hoffen, dass die Stadthalle für die kommenden Tage genug Gulasch eingekauft hat.


