Alle Jahre wieder heißt es “Frohen 8. März! Happy Frauentag!” – oder “ah, sorry, internationaler feministischer Kampftag natürlich!”. In den vergangenen Monaten hat die Redaktion einige Stücke an den Theater in Wien und Österreich gesehen und rezensiert, die perfekt zum heutigen Tag passen. Weil natürlich freuen wir uns immer über Blumen. Aber noch mehr freuen wir uns, wenn unser alltäglicher Struggle aufgezeigt wird und wir einen Schritt näher in Richtung Gleichberechtigung kommen.
1. Like Lovers Do (Sivan Ben Yishai) – Volkstheater, Dunkelkammer
Ein Raum, eng, intim, dunkel. Sexualisierte Gewalt und patriarchale Macht werden sichtbar und spürbar. Medusa und Lorena Bobbitt treffen aufeinander, Erinnerungen werden geteilt, Traumata nicht verschwiegen. Nähe, Sprache und Verletzlichkeit schaffen eine Wahrheit, die wütend, schonungslos und notwendig ist.

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2. Killing Carmen – Volksoper
Carmen ist frei, selbstbestimmt, unvergleichlich. Sie verdreht Männern den Kopf. Sie will nicht folgen, nicht anpassen, nicht schweigen. 13 Jahre nach ihrem Tod treffen die Figuren aus ihrem Leben wieder aufeinander. Sie blicken zurück, erzählen Geschichten und erinnern sich gemeinsam. Femizid, Macht, Gewalt – alles wird spürbar. Humor, Pop, Jazz mischen sich mit Oper. Micaëla überlebt, denkt nach, entkommt dem Tod. Don José, Escamillo, alle Rollen spiegeln uns. “Killing Carmen” fragt: Wer bestimmt über Frauen? Wer über Leben und Tod? Die Tragik des Patriarchats bleibt aktuell. Die Oper zwingt uns, hinzuschauen, zu fühlen und zu reflektieren.

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3. Jeanne D’Arc – Rabenhoftheater
“Die Jungfrau von Orleans” zeigt die Geschichte von Jeanne d’Arc: Eine junge Frau mit Vision, Mut und Mission. Sie kämpft, sie führt, sie lässt sich nicht beirren – und stellt damit das Patriarchat ihrer Zeit infrage. Ein Stück über Selbstbestimmung, Stärke und Frauenpower, das Jugendliche begeistert und inspiriert.

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4. Luziwuzi – Rabenhoftheater
“Luziwuzi” feiert queere Sichtbarkeit und Selbstbestimmung. Erzherzog Ludwig Viktor kämpft gegen patriarchale Regeln, lebt Lust, Liebe und Identität frei aus. Glitzer, Voguing und Humor machen aus der skurrilen Monarchie-Geschichte ein Manifest des Begehrens und des queeren Empowerment.

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5. Die Frau vom Meere – Stadttheater Klagenfurt
Ellida, Bolette und Hilde kämpfen für ihre Wünsche, Sehnsucht und Selbstbestimmung. Sie widerstehen patriarchalen Erwartungen und treffen eigene Entscheidungen. Sie zeigen uns, wie Frauen ihr Leben selbst gestalten – heute wie damals.

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