Am 25. April 2026 feiert Symphony of Senses im Wiener Reaktor Weltpremiere. Ein neues Kulturformat, das klassische Musik mit Elektronik, Performance und Kulinarik verbindet. Mit dabei: Star-Geiger Yury Revich, Hans Zimmer-Schlagzeugerin Lucy Landymore und viele mehr. Wir haben mit Gründer Dominik Joelsohn gesprochen.
Wer schon mal in einem klassischen Konzert gesessen ist, kennt das Gefühl: Nicht husten, nicht rascheln, nicht falsch sitzen. Klassikkonzerte haben einen ganz eigenen Ruf und der ist nicht unbedingt einladend. Genau das will Symphony of Senses ändern.
„Es braucht kein Vorwissen, im Gegenteil: Neugier reicht völlig aus.“ – Dominik Joelsohn
Am Samstag, dem 25. April 2026, feiert das neue Wiener Kulturformat im Reaktor (Geblergasse 40, 1170 Wien) Weltpremiere. Acht internationale Acts, kein fester Sitzplan, Weinverkostung inklusive. Und ein Programm, das die Grenzen zwischen klassischer Musik, Elektronik und bildender Kunst aufbricht.
Konzipiert hat das Ganze Dominik Joelsohn, Gründer der Wiener Künstler*innen-Agentur JOELSOHN. Er ist Architekt, arbeitet seit über 16 Jahren im Klassikbusiness – und hat selbst keine klassische Musikausbildung.
„Ich selbst habe keinen klassischen musikalischen Hintergrund. Als Architekt habe ich meine Leidenschaft für Musik erst später entdeckt. Genau dieses Gefühl möchte ich weitergeben: dass Musik für jeden zugänglich und berührend sein kann. Musik ist nicht elitär. Sie ist nicht exklusiv. Sie gehört allen.“ – Dominik Joelsohn
Das Line-up: Wer tritt bei Symphony of Senses auf?
Das Programm der Weltpremiere vereint Künstler*innen aus Klassik, Elektronik, Pop und Performance. Viele davon mit großer Reichweite weit über den klassischen Konzertbetrieb hinaus.
Unter anderem dabei sind:
- Ekaterina Shelehova & Alexios Anest | Gesang und Gitarre (Shelehova: 1,6 Mio. Follower*innen auf Instagram)
- Yury Revich & Friends | Geige + Kunstinstallation + Weltpremiere
- Lucy Landymore | Percussion – Schlagzeugerin von Hans Zimmer
- SOWAS mit Bamlak Werner & Valentin Lindner | Piano + Elektronik + Pop (Werner: 3. Platz beim österr. Eurovision-Vorentscheid)
- Dandario | Klassik und Elektronik
- Bison Rouge | Cello und Elektronik
- Piano & Sand | Klavier und Live-Sandmalerei
- Karinsmatic | DJ
Die Idee hat Joelsohn über Jahre entwickelt, maßgeblich beeinflusst durch seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Klassik-und-Comedy-Duo Igudesman & Joo.
„Sie haben mir gezeigt, wie man klassische Musik aufbrechen und einem neuen Publikum zugänglich machen kann.“ – Dominik Joelsohn
Warum der Reaktor der richtige Ort für Klassik ist
Kein Konzerthaus, kein Goldstuck-Foyer: der Reaktor im 17. Bezirk ist ein bewusster Gegenentwurf zum klassischen Konzertbetrieb. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1847 als Wiens erste überdachte Weinschenke eröffnet, diente im 19. Jahrhundert als gesellschaftliches Zentrum und wurde 2018 als transdisziplinärer Kulturraum wiedereröffnet.
„Die Frage, die mich immer begleitet hat: Warum muss ein Konzert eigentlich immer gleich ablaufen? Mein Ziel ist nicht, das klassische Konzert zu ersetzen, sondern eine zusätzliche Form des Erlebens zu schaffen. Mein persönliches Highlight ist genau dieser Moment: wenn alles zusammenkommt.“ – Dominik Joelsohn

Das Publikum sitzt nicht. Es bewegt sich frei durch den Raum, wählt selbst, wie nah es den Künstler*innen kommt. Weinverkostungen mit der österreichischen Weinkönigin Laura Hummel und Rotweinen vom burgenländischen Weingut Scheiblhofer, Sekt von Kattus, Eis von Gelato Carlo, Focaccia von Forno und Süßigkeiten von Mozart Koogles ergänzen das Abendprogramm.
„Im Gegensatz zu einem klassischen Konzert gibt es keine festen Plätze und keine starre Bühne. Es ist kein Event zum Zuschauen, sondern eines zum Eintauchen.“ – Dominik Joelsohn
Niedrigschwellig, fix – aber reicht das?
Neue Eventkonzepte mit Crossover-Versprechen gibt es nicht wenige in der Wiener Kulturlandschaft. Die Frage, ob Formate wie „Symphony of Senses“ wirklich strukturell etwas an der Zugangsfrage zur Hochkultur verändern, ist berechtigt. Und lässt sich ehrlich erst nach dem 25. April – oder erst in ein paar Jahren – beurteilen.
„Die Hemmschwelle ist nach wie vor groß. Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem Künstler*innen und Publikum auf Augenhöhe sind. Menschen unterschiedlichster Hintergründe kommen zusammen, Studenten, Unternehmer, Künstler – und wir alle erleben die Musik gemeinsam.“ – Dominik Joelsohn
Der Ansatz – offene Raumgestaltung, Social-Media-affines Line-up, bewusst niedrige Einstiegshürde – ist zumindest konsequent durchgezogen. Das Ticketmodell macht dabei einen echten Unterschied: Neben dem regulären Preis von 69 Euro gibt es Karten für Studierende und Auszubildende unter 27 Jahren um 29 Euro. Wer nach einem noch günstigeren Angebot sucht, findet beim Veranstalter ein begrenztes Kontingent an Soli-Tickets zu individuell angepassten Preisen.
„Es geht nicht um Konkurrenz zum klassischen Konzert. Sondern darum, eine Brücke zu bauen – und Menschen vielleicht später auch in ein traditionelles Konzert im Konzerthaus oder in der Oper zu führen.“ – Dominik Joelsohn
Was nach der Premiere geplant ist
„Symphony of Senses“ ist als langfristiges Format angelegt. Ob aus der Premiere ein dauerhaftes Festival wird, zeigt sich ab dem 25. April. Für Wien – eine Stadt mit viel Klassiktradition, aber wenigen Orten, an denen diese Tradition wirklich geöffnet wird – wäre das jedenfalls eine Bereicherung.
„Die große Vision ist klar: „Symphony of Senses“ soll sich zu einem Festival in Wien entwickeln. Mit starken Partnern aus Musik, Kultur, Design und Kulinarik möchten wir ein nachhaltiges Format aufbauen. Wien ist dafür der perfekte Ausgangspunkt: eine Stadt mit großer Tradition, aber auch Offenheit für neue Ideen. Und wenn alles gut läuft, ist das erst der Anfang.“ – Dominik Joelsohn
Alle Infos auf einen Blick
| Datum | Samstag, 25. April 2026 |
| Einlass / Beginn | 18:00 Uhr / 18:30 Uhr |
| Ort | Reaktor Wien, Geblergasse 40, 1170 Wien |
| Ticket regulär | 69 € |
| Ticket ermäßigt | 29 € (Studierende & Auszubildende unter 27 Jahren) |
| Soli-Tickets | Auf Anfrage: press@joelsohn.com |
| Ticketkauf | tinyurl.com/symphonyofsenses2026 |
| Website | symphonyofsenses.com |
Transparenzhinweis: Dieser Bericht basiert auf Pressematerialien von JOELSOHN sowie auf schriftlichen Antworten von Dominik Joelsohn (18. April 2026). kultur*knistern hat keine Gegenleistung für die Berichterstattung erhalten.


